Revolution im Publishing – Adobe Live Days 2006

Eine Revolution und Ihre Beweggründe kann man nicht in kurze Worte fassen… [int. version]

Foto Andreas Buck | Adobe

Eigentlich hat Adobe, die Revolution im Publishing, wie schon oft zuvor mit Anwendungen und Technologien, letztes Jahr auf den ersten Adobe Live Days mit der Creative Suite 2 vom Zaun gebrochen, bzw. fortgeführt.

Diesmal konnte Adobe nicht wirklich mit neuen Produkten in das Licht der Sonne kommen. Haben das doch die Zukäufe der letzten Zeit und die bis jetzt fehlende technologische Integration in das Flagschiff Creative Suite 2 verhindert. Gerade die Akquisition von Macromedia hat viele Fragen aufgeworfen. Die Fragen, wie es um die Zukunft von Freehand, DreamWeaver, Golive und FrameMaker bestellt ist, wurden in amerikanischer Manier beantwortet. Turning Players. Golive und Freehand, sowie FrameMaker werden ein eigenständiges Leben in Zukunft weiterführen. Die Integration von DreamWeaver, insbesondere Flash, soll im Frühjahr 2007 in der Creative Suite 3 vollzogen sein. Unbetrübt dessen merkte man, dass gerade das Thema Flash und auch die Flashgemeinde, Adobe ein sehr agiles Publikum auf die Veranstaltung gespült hat. Einige visionäre Vorstellungen, wie diese Technologien in Kombination mit Adobe Technologien, die Welt der Publisher revolutionieren werden, brachten die Teilnehmer der Vorträge arg zum Stenographieren. In den Pausen wurden vereinzelt Leute gesichtet, die Pappen auf dem Rücken mit dem Text – Flasher gesucht – trugen.

Foto Andreas Buck | Adobe

Hand aufs Herz, die Revolution Flash lebt ihr eigenes Leben schon auf mobilen Geräten wie der Sony Playstation. Erste Mobilfunkgerät Hersteller haben schon jetzt vollständige Benutzeroberflächen im Flash Format in der Schublade.

Eins ist in Köln sehr deutlich geworden, die Grenzen von Papier und elektronischen Displays sind gesprengt. Klassische, eher Printlastige Publisher, suchen Ihren Weg in den Kombinationsmöglichkeiten der Anwendungen, wobei hier interessanterweise das Thema Automatisierung von Arbeitsschritten nicht so stark angenommen worden ist, wie das Thema Kombination von Pixel und Vektoren, sowie Farbmanagement und Ausgabesicherheit / Druckverbindlichkeit.

Foto Urs Gamper | Gamper Media

So ist es nicht verwunderlich das sich über 3.500 Besucher an den zwei Tagen, sich dicht gedrängt und umfassend mit der Zukunft des Publishings aus einander gesetzt haben. Die Menge der Funktionen, Kombinations- und Anwendungsmöglichkeiten bedürfen doch mehr als einer Erklärung oder einem Bildschirm gerechten PDF. Einige Redner, wie Erik Spiekermann haben mit Ihrer Sicht auf die Dinge die da sind und kommen mögen, Ihren Anteil an der hohen Teilnahme beigetragen. Machen, nicht stehen bleiben, ist einer der Resümees. [Kommentare]